Pressemitteilung 'The weight of things', Galerie Emmanuel Post, Berlin, 2014

 

Mit der Ausstellung 'The weight of things' präsentiert Berezovsky eine klassisch wirkende Malerei surreal anmutender, archetypischer Formen und Motive, die sich in unterschiedlicher Konfiguration zu Stillleben, (Architektur-)Landschaft und Porträt fügen. Verblüffend ausgewogene Kombinatorik disparater Bildelemente und Techniken hebt dabei die Bedeutungsgewichtung der symbolhaften Metasprache der Bilder auf: dingliche Schwere und atmosphärische Leichtigkeit halten sich die Waage. Komposition abstrakter Flächen und objekthaft-voluminöser Elemente führt in malerischer und skizzenhaft-grafischer Ausführung zu komplexen Raumwirkungen, die zudem durch virtuosen Einsatz der Farbe gesteigert werden.
Berezovskys Bilder haben ihren Ort in einer metaphysischen, nach innen gekehrten Welt, reichen aber von dort auf geheimnisvoll-vielfältige und intensive Art und Weise in die reale Welt mit ihren aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Problematiken.

 


Pressemitteilung 'From A to B and all the places in between', Galerie Emmanuel Post, Berlin, 2012/2013

 

"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."
(Paul Klee)


"Nur vordergründig verführen die Arbeiten von Berezovsky dazu, sie wie Stillleben, Architekturlandschaften, vor allem aber als Porträts, als Aussenansichten vom Menschen zu lesen.
Die Bildgegenstände erweisen sich rasch als ganz und gar nicht auf Grund ihrer dinglichen Bezüge arrangiert. Vielmehr agieren sie, sinnlich präsent und malerisch/kompositorisch verdichtet, ganz auf der Ebene ihrer Zeichen- und Symbolwertigkeiten.
Die daraus resultierende Bild-Bildersprache voll surrealer Anmutungen bedient sich zu komplexer Metasprachlichkeit dabei einfachster, archaischer und volkstümlicher Bildelemente in virtuoser Verknüpfung ingeniöser Konstruktion und laborhafter Prozessualität.
Selektive Farb- und Formatverschiebungen führen zu ahnbaren Bedeutungsgewichtungen der erzählerisch verwendeten innerbildlichen Bilder.

Wer im Werk Berezovskys surreale, psychologisierende Bilder vom realen Ich vermutet, wird sich bald präzisieren können. Die hier angestellten malerischen Existenzuntersuchungen sind in Wahrheit vor allem eines: Bilder vom Denken über das Denken, Bilder von den Bedingungen und Grenzen der Denk-Beobachtungen unserer Denkprozesse und daraus sich ergebender (fataler) realer Ergebnisse.
Diese Arbeiten sind Erzählungen und Berichte zugleich, nicht von der Wirklichkeit oder Unwirklichkeit der Dinge, vielmehr von der (Selbst-)Generierung von Wirklichkeiten.

Alles in allem ein großartiger, sinnlich anziehender, kongenialer künstlerischer Beitrag zum gegenwärtig brisant diskutierten philosophischen Problemkreis der Beobachtungen zweiter bzw. dritter Ordnung."

W.P.

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