Obsessive Worlds - Works on Paper

Peter Feiler, Sebastian Gögel, Tobias Hild, Christian Weihrauch

 

13. April - 08. Juni  2013

Dienstag - Samstag, 12 - 19 Uhr

 

Eröffnung: Freitag,

12. April 2013, 19 - 22 Uhr

 

Sonderöffnungszeiten zum GALLERY WEEKEND:

28. April 2013, 12 - 19 Uhr

Obsessive Worlds - Works on Paper
Peter Feiler, Sebastian Gögel, Tobias Hild, Christian Weihrauch


Wir freuen uns, die Ausstellung Obsessive Worlds - Works on Paper der Leipziger und Berliner Künstler Peter Feiler, Sebastian Gögel, Tobias Hild und Christian Weihrauch anzukündigen.

Die Ausstellung bringt vier zeichnerische Positionen zusammen, die bei unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung und formaler Ausprägung obsessive Weltbildgenerierung zum gemeinsamen Nenner haben.

Die unkonventionellen Buntstift- und Tuschezeichnungen von Peter Feiler (*1981, Halle/Saale; lebt und arbeitet in Berlin) ziehen den Betrachter in ihrer überbordenden, filigranen Ausführung in epische Bildwelten zahlloser Handlungsstränge, in orgiastische Szenen und hochkomplexe Weltsysteme. In schonungsloser Direktheit entfalten sich in diesen die Abgründe menschlichen Seins: Aggression, Folter, Gier, Missbrauch, Vergewaltigung, Schmerz. Die verwirrende Vielfalt dieses bruchstückhaft erfassbaren Geflechts wird gebrochen durch feinen Humor.

Mit einem zuweilen sehr speziellen Sinn für Humor schafft Sebastian Gögel (*1978 Sonneberg, Thüringen; lebt und arbeitet in Leipzig) ambivalente Sinnbilder über den universellen Kampf um die Form. Seine Bleistiftzeichnungen "reißen den Betrachter hinein in eine schwindelerregende Fahrt durch das panoptische Labyrinth der menschlichen Psyche. Reflexartig bleibt man erst einmal stehen vor diesen drastischen Szenarien, blutrünstigen Überfällen und grimassierenden Protagonisten, fasziniert von ihrer kompromisslosen Präzision und schrecklichen Schönheit" (Oliver Kossack).

Gleichermaßen humorvoll, aber vor allem hintergründig und ambivalent sind die Blei- und Buntstiftzeichnungen von Tobias Hild (*1975 Herborn, Hessen; lebt und arbeitet in Leipzig), in denen die "täglichen Katastrophen, Irrungen, Ängste, Alpträume, aber auch poetischen, schönen Augenblicke" zum Ausdruck kommen. "Die beunruhigende Kraft seiner Bilder liegt nicht nur in seinen Geschichten, seiner erzählerischen Kombinatorik, sondern auch in seinem malerischen Duktus, seiner expressiven Gestik und seiner offensichtlichen Leidenschaft mit Farbe Wirkungen zu erzielen, Strukturen und Formen zu setzen" (Dr. Jeannette Stoschek).

In den facettenreichen Buntstiftzeichnungen von Christian Weihrauch (*1966 Zella-Mehlis, Thüringen; lebt und arbeitet in Leipzig) verschmelzen profane mit märchenhaften und traumhaften Universen unter Verwendung von eigentümlich-subjektiven Metaphern und kunst- und kulturgeschichtlichen Verweisen. Die klare Ordnung von Details innerhalb markanter Bildkompositionen hält sich die Waage mit einer ausschweifenden intuitiven Erzähllust bei sensibler, überreicher Kolorierung.

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